Freud und Leid - viele GefühleHallo meine lieben Fans!
Tja, im Sport ist es ein schmaler Grat zwischen Freud und Leid. Wobei sich mein Leid Gott sei Dank in Grenzen hält. Es geht mir gut und mein Knie hat sich schon wieder etwas beruhigt und das stimmt mich natürlich sehr positiv! Seit einigen Tagen gehe ich in Therapie um mich wieder fit zu machen und ich bin auf einem recht guten Weg, bald wieder Rennen fahren zu können.
Zagreb war einfach nur ein Hammer! Ich hatte einen super Tag, eine geniale Stimmung am Start und ich habe gewusst, dass das Rennen sehr schwierig werden wird und nur mit vollster Attacke ein Spitzenplatz möglich ist. Da doch 2, 3 kleinere Fehler dabei waren, habe ich mich umso mehr gefreut als im Ziel der 3. Zwischenrang aufleuchtete. Nach dem Interview beim ORF ging ich wieder zu meinem Rucksack und dort haben dann meine Schmerzen angefangen. Es war natürlich ein komisches Gefühl, von NICHTS auf einmal Schmerzen zu haben, aber ich habe mich nicht drausbringen lassen.
Es gab für mich im 2. Durchgang nur volle Attacke, denn es ist egal ob mit oder ohne Schmerzen, nur das Resultat zählt. Und ich war voller Überzeugung dass es gut für mich ausgeht!
Und als ich im Ziel abschwang, die grüne Schrift in der mein Name geschrieben war auf Platz 1 gesehen habe war alles unglaublich. Ich kann meine Gefühle gar nicht richtig beschreiben. Die Stimmung war super und ich konnte mich einfach nur freuen. Und von diesem Zeitpunkt an war es egal ob es noch weiter nach vorne geht oder nicht.
Ich habe nun mein 1. Podest im Slalom und habe die letzten Jahre wirklich sehr kämpfen müssen und auch immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen. Aber aufgeben tut man bekanntlich nur einen Brief – und meine Stärke ist (mittlerweile) der Glaube an mich selbst und an dem was ich tue.
Dafür möchte ich mich sehr herzlich bei Günter Spießberger bedanken – mein Mentaltrainer. Wir arbeiten nun seit fast 2 Jahren zusammen und nun greift auch die ganze Arbeit in den Ergebnissen. Er hat mir sehr geholfen und dafür möchte ich mich einfach bedanken!
Und noch einen großen Dank richte ich an die gesamte Firma Atomic die mir super Material herstellt und im Besonderen meinem Servicemann Moser Wolfgang, der mir auch im richtigen Moment immer wieder den Kopf wäscht!
Mit meiner Familie im Rücken kann in der nächsten Zeit kommen was mag, ich bin gerüstet und stelle mich meinen Aufgaben und freue mich schon auf die nächsten Rennen – wann immer die auch sein werden!
Danke für eure Unterstützung!!
eure Kirchi |